GRÜN IST gute Bildung.

Bildung ist das ganze Leben

Um ein Kind zu erziehen und zu bilden beteiligen wir ganz Hagen. Vor allem geben wir dabei Kindern und Jugendlichen Geborgenheit, Selbstvertrauen, Allgemeinwissen und Sicherheit. Grüne Bildungspolitik ist inklusiv, integrativ, existenzsichernd und berücksichtigt das Recht auf gleiche Chancen und Teilhabe vom Säugling bis ans Lebensende entlang der gesamten Bildungsbiografie. Bildung ist ein menschliches Grundbedürfnis und ein Menschenrecht. Die schulische und die außerschulische Bildung zusammen tragen zu einer freien und umfassenden Persönlichkeitsentwicklung bei. Wir fördern die Lernenden individuell und erkennen ihre Leistungen an. Das heißt: 

Bildung muss von Beginn an für alle gebührenfrei sein

Wir GRÜNE setzen uns in ganz Nordrhein-Westfalen und natürlich in Hagen für die Abschaffung der Bildungsgebühren in der Kita, an Schulen und beim Studium ein. Lernmittel an Schulen, die im Zuge der Digitalisierung eingesetzt werden, müssen aus Gründen sozialer Gleichbehandlung frei zugänglich sein. Gelder, die von Bund und Land nach Hagen fließen, dürfen nicht anderen Zwecken dienen, auch wenn das rechtlich möglich ist.

Frühe Hilfen ab der Schwangerschaft offensiv anbieten

Uns ist es wichtig, dass Frauen und Paare bereits in der Schwangerschaft von koordinierten Stellen freier Träger und städtischer Einrichtungen begleitet werden. Wir setzen uns dafür ein, dass vom ersten Lebenstag an Frühe Hilfen als transparentes, kommunal verankertes Unterstützungsangebot in Hagen offensiv zur Verfügung gestellt werden. Sie sorgen präventiv dafür, dass Familien in ihrem Sozialraum schneller und besser integriert werden. Dies gilt insbesondere im Rahmen interkultureller Öffnung der Verwaltung und des Quartiers.

Kitas und Familienzentren qualitativ und quantitativ ausbauen

Wir unterstützen den unverzüglichen qualitativen und quantitativen Ausbau der Kitas und Familienzentren, damit jedes Kind – insbesondere auch die Kinder mit aktueller Zuwanderungsgeschichte – einen mit Fachkräften gut ausgestatteten Kita-Platz bekommt. Dazu wollen wir GRÜNE die Stadtspitze endlich dazu bringen, die der Stadt zustehenden Landes- und Bundesgelder zu beantragen, auch wenn ein zehnprozentiger Beteiligungsanteil aus städtischem Haushalt erforderlich ist.

Wichtig ist uns, dass Erzieher*innen in regelmäßiger Abfolge Fortbildungen besuchen können, die auch durch halbjährlich angebotene thematische Fachtage des Regionalen Bildungsbüros (RBB) mit den in Hagen eingerichteten Tandems ausgerichtet werden. Die Tandems sind sich professionell austauschende Kleingruppen, die sich aus Erzieher*innen und Lehrkräften der quartiersnahen Grundschulen zusammensetzen.

Vielfalt und Mehrsprachigkeit erkennen und fördern 

Verschiedenheit ist die Normalität im gesellschaftlichen Zusammenleben, so auch in der Hagener Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Alle Lerngruppen setzen sich schon von je her aus unterschiedlichen Menschen zusammen. Sie unterscheiden sich durch ihr Geschlecht, durch die soziale Herkunft, durch ihren kulturellen und sprachlichen Entwicklungsstand, selbst wenn alle Lernenden und deren Eltern in Deutschland geboren sind. Fast die Hälfte der Schüler*innen Hagens haben derzeit einen zwei- oder mehrsprachigen Familienhintergrund. Vielfalt und Mehrsprachigkeit sind Qualitäten in der deutschen Gesellschaft, die man lange nicht erkannt hat. Sie bieten neue wirtschaftliche und interkulturelle Chancen in der globalen Weltwirtschaft, die uns allen nützen.

Flächendeckend sind kurzfristig in Zusammenarbeit mit der Gebäudewirtschaft deutlich mehr Plätze im Offenen Ganztag (OGS) an den Grundschulen einzurichten. Dazu braucht es auch zusätzliches qualifiziertes Personal.

Übergänge gestalten – Schulen im Team

Von der Kita in die Grundschule, von der Grundschule in eine weiterführende Schule, von der weiterführenden Schule in Ausbildung oder Studium zu wechseln bereitet vielen Schüler*innen und Jugendlichen Schwierigkeiten. Hier haben soziale Unterschiede in der elterlichen Begleitung erhebliche Auswirkungen. Diese Übergänge sind sensible Punkte innerhalb einer Bildungsbiografie, die sehr oft über Erfolg und Misserfolg in einer schulischen Laufbahn entscheiden. Deshalb favorisieren wir eine Stelle im städtischen Bildungsdezernat, die sich eines Übergangsmanagements annimmt. Von dieser Stelle aus kann den Ergebnissen des mehrjährigen auch in Hagen erfolgreichen Projekts „Schulen im Team“ flächendeckende Nachhaltigkeit verschafft werden. Ähnlich wie bei den Tandems im Übergang von der Kita in die Grundschule arbeiten einige Lehrkräfte-Teams im Übergang zwischen Grundschule und weiterführender Schule zusammen. Hier entstehen wirkungsvolle multiplikatorische Möglichkeiten. Kinder und Jugendliche werden vorausschauend in ihren neuen Bildungsabschnitt begleitet. Hemmschwellen werden abgebaut, um leichter Anschluss zu finden.

Die vierte Hagener Gesamtschule gründen

Jedes Jahr müssen die drei städtischen Hagener Gesamtschulen viele Schüler*innen ablehnen, weil die Aufnahmekapazität erreicht ist. Deshalb unterstützen wir seit Jahren den Elternwillen zur Einrichtung einer vierten Gesamtschule. Bei der Gesamtschule als Schulform schätzen wir den integrativen Gedanken, der die Inklusion und Integration als individuelle Förderung gleichermaßen zum Programm macht.

Der Standort ergibt sich aus den Wohnorten der Schüler*innen im Stadtgebiet.

Erfahrungen aus Corona künftig in der Bildung berücksichtigen

Nicht nur in Corona-Zeiten zeigt sich wegen der sozialen Gerechtigkeit, dass jedes Kind einen kostenlosen Zugang zu digitalen Geräten und Medien haben muss. Als gut ausgestattete Räumlichkeiten bezeichnen wir nur Räume, die auch hygienische Standards erfüllen. Wir treten deshalb dafür ein, dass alle Toiletten in Hagener Schulen kurzfristig diesem hygienischen Standard gerecht werden.